Nur gesunde Tiere bringen Höchstleistungen

Die oberösterreichischen Schafzüchter arbeiten schon jahrelang nach einem Programm zur Ausrottung und Kontrolle bedeutender Schafkrankheiten.
Der oberösterreichische Landesschafzuchtverband hat in den vergangenen Jahren in Abstimmung mit der Landesveterinärbehörde verschiedenste Gesundheitsprogramme durchgeführt, die in einigen Bereichen umfassender und konsequenter ausgelegt waren als vergleichbare in anderen EU-Mitgliedsstaaten.
Das OÖ. Gesundheitsprogramm umfasst im Wesentlichen

  • Maedi-visna-Programm
  • Brucella-ovis-Programm
  • Brucella-melitensis-Programm
  • Sonderprogramme

Maedi-visna-Programm
Seit dem Jahr 1986 wurden gezielte Untersuchungen bei den männlichen und weiblichen Zuchttieren aller in OÖ gezüchteten Schafrassen durchgeführt.

Brucella-ovis-Programm
Seit ca. 10 Jahren werden organisierte Untersuchungen auf Brucella ovis durchgeführt.
Untersucht werden alle Zuchtwidder vor dem Deckeinsatz bzw. vor Absatzveranstaltungen und Sammelauftrieben.

Brucella-melitensis-Programm
Im Hinblick auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Krankheit auf Mensch und Tier wird der Brucella melitensis ein besonderes Augenmerk geschenkt.
Seit mehr als 10 Jahren gibt es in OÖ keine Fälle von Brucella melitensis, daher wurde vom Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz bei der EU-Kommission der Antrag gestellt, den oberösterreichischen Schafzuchtbetrieben den Veterinärstatus „Freiheit von Brucella melitensis“ zu gewähren.
Diesem Antrag wurde stattgegeben, sodass die Schafzuchtbetriebe aus Oberösterreich den Status „Brucella-melitensis-frei“ erhalten haben.



Sonderprogramme

Zu diesen Programmen zählen unter anderem die Problembereiche

  • Moderhinke
  • Pasteurellosen
  • Diffizile Außenparasiten
  • Chronische Mastitiden

Das Hauptziel ist, dass der hohe Gesundheitsstandard der oberösterreichischen Schafzuchtbetriebe durch gezielte Maßnahmen auch in Zukunft abgesichert wird.