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  • Augen auf beim Futterzukauf

    Die anhaltende Trockenheit hat in vielen Regionen Österreichs zu geringeren Grünlanderträgen und knappen Grundfutterreserven geführt. Futterzukäufe können helfen, Versorgungslücken zu schließen. Doch gerade bei unbekanntem Futter sollte vor dem Kauf genau hingeschaut werden.

    Heu richtig beurteilen

    Heu aus trockenheitsgestressten Beständen kann grundsätzlich verfüttert werden. Die Qualität kann sich jedoch je nach Ernte deutlich unterscheiden. Eine Futtermittelanalyse gibt Aufschluss über Energie-, Rohprotein- und Fasergehalt.

    Auch ältere Heureserven können bei guter Lagerung noch geeignet sein. Vor dem Kauf sollte das Futter jedoch genau geprüft werden: Ist es schimmelfrei? Riecht es typisch nach Heu? Ist die Farbe noch überwiegend grün? Staubt es stark oder weist es Verschmutzungen auf? Stark staubendes, graubraunes oder auffällig verfärbtes Heu sollte kritisch beurteilt werden.

    Herkunft beachten

    Besonders wichtig ist die Frage, woher das Futter stammt. Bei Heu von Biodiversitäts-, extensiven oder naturschutzfachlichen Flächen besteht ein erhöhtes Risiko, dass Giftpflanzen enthalten sind. Herbstzeitlose oder Jakobskreuzkraut behalten ihre Giftigkeit auch nach der Konservierung. Bei unbekannter Herkunft sollte daher unbedingt beim Verkäufer nachgefragt werden.

    Auch bei Silage genau hinsehen

    Bei Grassilage und Maissilage sollte der Zustand der Folie kontrolliert werden. Beschädigungen können Sauerstoffeintritt und damit Schimmelbildung und Nacherwärmung begünstigen. Gerade bei kleinen Schaf- und Ziegenbeständen ist außerdem auf einen ausreichenden Vorschub nach dem Öffnen eines Ballens zu achten.

    Futtermittel analysieren lassen

    Eine Futtermittelanalyse liefert wichtige Informationen über Nährstoff- und Mineralstoffgehalte sowie bei Silagen über die Gärqualität und mögliche hygienische Belastungen. Damit kann das zugekaufte Futter gezielt in die Ration integriert werden.

    Die wichtigsten Grundregeln beim Futterzukauf:

    • Herkunft des Futters erfragen
    • Futter mit allen Sinnen prüfen
    • Auf Schimmel, Staub und Verfärbungen achten
    • Bei Silagen Folienzustand und Lagerung kontrollieren
    • Futterprobe entnehmen und analysieren lassen
    • Analyseergebnisse bei der Rationsgestaltung berücksichtigen

     

    Weitere Informationen:
    Giftpflanzenregister: www.clinitox.ch / www.giftpflanzen.ch
    Futtermittellabor der LK Niederösterreich: www.futtermittellabor.at

    Quelle: Stefanie Gappmaier, Georg Terler und Reinhard Resch (HBLFA Raumberg-Gumpenstein)

    01.10.2026
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